MAHOLOBA

Mahoroba is an ancient Japanese word describing a far-off land full of bliss and peace. 20160319_150832 Hier im Kontext der Medizin ist es eine Reihe von multi-disziplinären Workshops (Medical And HOListic Oncology Brush-up Academy) für Ärzte, Krankenschwestern, Ernährungsberater, Sozialarbeiter und Pharmazeuten.

Um eine Sache schon einem vorweg zu nehmen. Es war unglaublich interessant und ein großer Schritt für die Zusammenarbeit im Krankenhaus zwischen den verschiedenen Disziplinen. Das Thema war Ernährung in der Onkologie. Hier ist es interessant zu beobachten, dass vermehrt auch deutsche onkologische Gesellschaften und Verbände fordern diesen Punkt mehr zu berücksichtigen. Ich habe einige Analysen gelesen, bei denen gezeigt wurde, dass 20-25 % der Krebskranken an der schlechten körperlichen Verfassung sterben, welche oft auf den Ernährungszustand zurück zuführen ist und nicht durch den Krebs. Es gibt weitere Studien, welche darlegen, dass ein schlechter Ernährungszustand die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus um bis zu 6 Tage verlängert. Eine suffiziente Ernährung der onkologischen Patienten ist nicht nur ein MUSS sondern bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. Bis jetzt wird Ernährungsberatung bei onkologischen Patienten sowohl in Deutschland als auch in Japan nur zu einem Teil finanziert und wenn auch erst dann, wenn es schon zu spät ist.1458708683708

20160319_140938Unter diesen ganzen Aspekten wurde das 6. Treffen der MAHOLOBA Workshop Reihe(mein Chef wollte mir einmal erklären, was ein Workshop ist und übersetzte es mit Arbeitsgeschäft) unter das Thema Ernährung in der Onkologie gesetzt.

Erst gab es inspirierende Vorträge, damit jeder in das Thema eintauchen konnte( meine Kollegin hat für mich übersetzt) und eich einen Überblick verschaffen konnten. Daran angeschlossen war ein 1,5 stündiger Workshop Space in dem jede Profession sich 1.) überlegen sollte, was tun wir für eine bessere Ernährung in der Medizin. 2.) ihre Erwartungen gegenüber den anderen Professionen äußern sollte und 3.) fragen an die anderen Professionen erarbeiten sollte. Nach Abschluss dieser Runde hat jede Gruppe präsentiert und haben Fragen gestellt bekommen oder beantwortet. So offen und ehrlich wie hier habe ich selten Menschen im Gesundheitswesen in Deutschland 20160319_164010zusammenarbeiten sehen. Ärzte haben offen über ihre Versäumnisse und Fehler gesprochen, eine Krankenschwester hat zugegeben, dass sie nie richtig wusste was Ernährungsberatung ist und wie man es nutzen kann. Ängste über Kommunikation zwischen den Disziplinen wurden angesprochen und durch den offenen Austausch genommen. Aufgrund der Diskussionen sind Ideen entstanden, was verbessert werden kann, aber auch konkrete Forschungsprojekte um das Thema evidenzbasierter zu machen.

Was hier ganz klar war, das Wohl das Patienten stand IMMER im Vordergrund und nichts anderes. Ich war so begeistert, dass ich am Ende allen noch kurz meine Begeisterung mitgeteilt habe und Ihnen gesagt habe, diese Ideen mit nach Deutschland zu nehmen. Auch hier in Japan gibt es Ärzte die der Meinung sind Kommunikation und Verständigung hat nix mit besserer Arbeit zu tun, daher wollte ich Jeden der teilgenommen hatte in dem unterstützen, das er hier war. Mein Professor war so begeißtert von meiner kleinen Rede, obwohl ich mich gefühlt habe wie ein kleines schüchternes Kind was nervös ist. 12322691_997062150367917_5400299964021255831_o

Der Abend ist sehr lustig geendet und ich habe mit meinen Kollegen 99 Luftballons und Dschinghis Khan gesungen, weil irgendwie kennen Sie das hier.20160322_132629

Fancy Osaka und traditionelles Nara

20160313_170433[1]20160313_162821[1]Osaka ist ganz anders als meine kleine Region hier. Da boomt das Leben, überall sind junge gut gekleidete Menschen, die Schaufenster blinken, Musik dröhnt aus den Läden, viele Leute sind unterwegs. Ich habe das Gefühl die Stadt pulsiert und erinnert mich vom Publikum ein bisschen an Berlin. Verrückt angezogene Leute und eigene Kreationen laufen mir über den Weg.

Bevor wir aber in der Stadt waren haben wir bei einer meiner Aerztinnen gekocht. Alles vegetarisch und mit sexy Schürze, was super viel Spaß gemacht hat und ich hoffe ich kann mich bald auch noch an alle Rezepte erinnern.20160313_121755[1]

1457755601253[1]Im Gegensatz hierzu ist Nara viel traditioneller, was das Stadtbild angeht. Es gibt wenig hohe Gebäude und viele Alte Bauten. Ich habe bei einer traditionellen Teezeremonie teilgenommen, wo ich gefühlt 30min mit einem Seidentuch Sachen geputzt habe. Aber es war kein richtiges putzten sondern ein symbolisches Putzen mit einem Seidentuch, welches tausend mal dabei umgefaltet wurde.1457964741200[1]1457776922687[1]

Meine Kollegin hat mich mit nach Nara genommen und auf unserem Programm standen Rehe, ein Bio-Restaurant, eine Kaligraphiestunde, eine Teezeremonie, ein Feuerfest und ein gutes Abendessen. Hier in Nara sind überall Rehe in der Stadt, da es einer Sage nach die Gesanten von Gott sind, teilen sich Rehe und Menschen die Innenstadt. Wenn man sich vor den Rehen verbeugt sind manche so lieb und machen das auch, andere wollen einfach nur die Kekse. Abends ging es noch zu einem Feuerfest, bei dem Mönche zwei Wochen harte Arbeit verabschieden.20160314_143502[1]

Dazu zünden sie riesen Fackeln an und tragen sie durch die Gegend. Abends habe ich mit meiner Kollegin zu Abend gegessen bei einem leckeren Riesling. Wir haben über Gott und die Welt, über Männer oder Liebe geredet. Oft wird es hier als schick angesehen Emotionen durch sein handeln zu zeigen, aber man spricht nicht über Sachen. Das ist noch ein traditionelles Bild, welches bei manchen jüngeren schon abgelegt wird. 20160314_183144[1]Im Endeffekt ist es ähnlich wie in Deutschland, bei uns trauen sich auch nur wenige ihre wahr Meinung zu sagen. Ich werde meine Kollegin bestimmt vermissen, da wir uns auf eine Art sehr ähnlich sind und über vieles reden können.1457964754176[1]

Kyoto und eine Geschichtsstunde

DSCN3753mHier fasse ich meine zweite Woche zusammen, da ich wenig zum Schreiben gekommen bin. Am Wochenende war ich bei meinem Professor zu seiner Familie nach Hause eingeladen. DSCN3749Freundlicherweise haben Sie alles vegetarisch gekocht, so gab es Shirazi Shushi, was ich so noch nicht kannte, da es keine einzelnen Rollen oder Nilgiri sind, sondern mehr wie ein Sushi-Salat, welcher total lecker war. Mein Chef hat Okonomiaki, japanische Pfannkuchen am Tisch gemacht wozu es noch Tofu, Aubergine und sehr viel zu Trinken gab. 20160305_183325[1]Was ich hier lerne ist nicht so viel zu Essen. Die Japaner lassen sich sehr viel Zeit beim Essen und nehmen immer nur kleine Portionen, reden und trinken abwechselnd. Ich hingegen versuche oft möglichst schnell möglichst viel zu Essen, was hier aber nicht funktioniert. Man teilt sich alles Essen und ich kann ja nicht einfach allen, alles weg essen. Mittlerweile klappt das schon ganz gut, aber anstrengend bleibt es trotzdem=)

Abends haben wir Wein getrunken und uns ewig über Japan und Deutschland unterhalten. Seine Frau ist total freundlich und kann ungefähr so ein gutes Englisch wie mein Professor. Es ist sehr spannend für mich von ihren Plänen zu hören ein paar Jahre nach Europa zu gehen. Ich glaube, dass es für uns Deutsche einfacher ist in ein asiatisches Land für ein paar Jahre zu ziehen als anderes herum und damit haben die beiden zu kämpfen.

20160306_111844[1]Am nächsten Tag haben sie mich mit nach Kyoto genommen, mir Tempel gezeigt und mich mit in ein richtig gutes japanisches Tofu-Restaurant genommen. Es gibt einzelne kleine Zimmer in kleinen Restaurants, sodass man viel Privatsphäre hat. Für mich war es super spannend, weil es ca. 7 Gänge gab und jedes Mal kam die Kellnerin mit einer neuen kleinen Überraschung, welche mein Professor versucht hat so gut es geht zu übersetzten.

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Im Tofu-Restaurant

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Kyoto

Einen Tag über war ich noch bei beim Dekan der Uni mit dem Studiendekan und meinem Professor. Das 2. was mich die beiden fragten, ist wie ich denn die Flüchtlingskrise in Deutschland wahrnehme. Es ist spannend zu sehen, was das hier für ein großes Thema ist. Eine richtige Meinung haben wenige dazu, aber ich glaube, dass sie Angst verspüren vor so vielen Fremden, also, wenn das in Japan wäre. Japaner kennen es oft nur unter Japanern zu leben, da die Insel durch ihre geographische Lage und die politische Lage früher sehr abgekapselt war.

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Diese Woche habe ich eine Unterrichtsstunde über die Japanische Geschichte bekommen. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass Samurais ja gar keine japanischen Helden sind, sondern genauso Diktatoren waren. Ich habe meinen Kollegen vor allem etwas über die Deutsche Geschichte seit 1900 erzählt und das ein bisschen in Beziehung zu dem gesetzt, was jetzt ist. Für Sie ist es erschreckend zu sehen, wie die Deutschen teilweise jetzt handeln, so wie das auch für mich ist. Fremdenfeindlichkeit, Patriotismus etc…

Hier in Japan endet der Geschichtsunterricht wohl ab 1900. Über die moderne Geschichte und alles was in dem letzten Jahrhundert passiert ist, wird kaum geredet. Es gibt manche modernen Lehrer, die das sehr wichtig finden und dies mit rein nehmen, aber es gibt genauso Konservative, die darüber nicht reden wollen. Hier gibt es keine einheitliche Linie, wie mit diesem Thema umgegangen werden soll. Die Ärzte hier bedauern das und sprechen offene über diese Themen, auch mit ihren Studenten( In einer Unterrichtsstunde habe ich gesehen, wie sie das Thema angesprochen haben und es dann mit der Medizin verknüpften).

Interessant war auch, dass wir während dieser Geschichtsstunde einen  Glauben meiner Kollegin auflösen konnten und zwar, dass Westler mit Schuhen schlafen. Sie hat in US Serien nie gesehen, dass jemand vor dem Schlafen gehen die Schuhe auszieht, also dachte sie, dass wir immer mit Schuhen schlafen. So lernen wir jedes Tag ein bisschen etwas Neues =D

Gastfreundschaft

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Akihito, Medizinstudent aus dem 9.Semester
Ach ich fange mal beim Essen an. Manchmal ist es ein bisschen schwer mit dem Vegetarischen Essen, aber es ist einfach nur lecker! Die Nudeln hier schmecken super, es gibt interessante Algensachen und natürlich auch mal Sushi. Das Essen

 

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Tempura
gehen ist genau so teuer wie in Deutschland, aber dafür entdecke ich hier neue Dinge, wie iwelche Gemüsesorten(Ginko, Goji & Okura), Algenarten oder Suppen. Alle bemühen sich was für mich zufinden und bringen mir andauernd Sachen zum probieren mit. Ich glaube nach diesem Monat kenne ich jede japanische Süßigkeit.

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Japanische Käseplatte
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Kizone – gebratener Tofu
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Udon-Nudeln
Am Mittwochabend haben mich meine Kollegen der Abteilung zum Essen eingeladen. Für die war es eine neue Erfahrung so viele verschiedene vegetarische Sachen zu probieren. Sie waren aber alle überrascht, wie gut das schmeckt und was für Varianten es alles gibt. Meine Kollegin sind auf jeden Fall gut im Trinken und so war jeder vor mir mit seinem ersten Bier fertig. Nach dem Abend und sehr interessanten Gesprächen bin ich noch mit meinem Professor und der Assistenzärztin Sangria trinken gegangen. Am nächsten Tag waren wir zwar alle etwas müde, aber es hat einfach Spaß gemacht.

Während diesem Abend ist mich aufgefallen, wie offen Japaner sind und wie oft mich Sachen an Deutsche erinnern. Oft habe ich gehört, dass Japaner so zurückhaltend sein sollen oder nicht sagen, was Sie denken. Ein weiterer Vorurteilspunkt, ist sie das Gesicht zu wahren versuchen. Das erlebe ich hier aber fast gar nicht. Natürlich sagen sie manchmal, sie würden alles verstehen und dann verstehen sie doch nicht alles, aber das passiert mir auch 1457018924379[1]manchmal. Aber ansonsten gibt es wenige Tabuthemen, zumindest habe ich noch keins gefunden. Sie fragen offen, was ich denke zu politischen, sehr persönlichen oder gesellschaftlichen Themen und teilen Ihre Meinung. Bezüglich dem Gesicht wahren ist hier eher eine Fehlerkultur etabliert. Man redet sehr offen darüber, was alles nicht funktioniert, damit man es besser machen kann. Auf das Persönliche bezogen, können die Japaner, die ich bis jetzt kennengelernt habe sehr gut ihre Stärken und Schwächen kommunizieren, sodass man schnell weiß bei wem man wo dran ist.

Was ich im Gegensatz zu Deutschland spannend finde, ist, dass Japan bis vor wenigen 20160229_215452[1]Jahrzenhnten sehr von anderen Ländern abgegrenzt war. Es gibt hier fast nur Japaner, weswegen jeder Gast sehr freundlich aufgenommen wird. In Tokio oder Osaka wird das bestimmt ein bisschen anders sein, jedoch ist die Einstellung gegenüber Gästen hier sehr herzlich und aufgeschlossen.

 

Kleine Unterschiede zu Deutschland

20160301_173052Wie verbinden Japaner Technik und Medizin? Wie verbinden sie human healthcare und Effizienz?

Das sind zwei Fragen, die ich mir immer wieder stelle und wo ich versuche viele Antworten zu finden. Also halte ich das fest was ich sehe um es zu einem Bild zusammen zufügen.

Hier in Japan steht der Patient im Vordergrund. Das merkt man an kleinen Einrichtungsdetails, aber auch während meiner Gespräche mit den Ärzten wird immer wieder erwähnt, wie wichtig es ist, sich den Patienten anzuschauen und mit ihm zusammen zu arbeiten.

20160302_112341Computerbildschirme sind so ausgerichtet, dass sowohl der Patient als auch der Arzt/Ärztin Einsicht hat. Die Aufgabe der Ärzte ist es dann alle Befunde und Bildgebungen zu erklären um den Patienten nicht im Ungewissen zu lassen. Zusammen mit diesen wird dann alles besprochen.  In der Theorie haben wir so etwas in unserem Studium in Deutschland auch gelernt. Der Patient muss partizipativ in den Behandlungsverlauf mit eingebunden werden.  Jedoch habe ich selten erlebt, dass das in diesem Sinne bei uns passiert ist(zumindest selten im Krankenhaus).

Hier läuft alles direkt elektronisch. Es gibt keine Akten, sondern nur Laptops, die transportiert werden und wo alles direkt eingetragen wird. Anweisungen werden in das System eingegeben und zusätzlich mündlich an die Schwestern überliefert. Ausgedruckt werden hier nur Sachen für mich um etwas dran zuschreiben oder Infos zu ergänzen oder um den Patienten Material mitzugeben oder zu erklären.

Dadurch, dass sich niemand damit beschäftigen muss handschriftliche Daten zu übertragen, haben die Schwestern mehr Zeit für die Patienten, welche Sie sich auch nehmen.  Desweiten entstehen keine Fehler durch unordentlich geschriebene Anordnungen.20160229_092059

Wer hier genau Arztbriefe schreibt muss ich noch rausfinden.

Des Weiteren werden Ärzte hier durch die Pharmazisten entlastet. Die Aufklärung über Nebenwirkungen von Medikamenten und die Wirkweise werden hier sehr gewissenhaft von Ihnen übernommen. Die Ärzte verlassen sich auf diese gute Arbeit und stellen so auch sicher, dass sich intensiv mit dem Patienten bezüglich dieser Themen auseinander gesetzt wird, wenn sie selber keine Zeit haben. Ein zusätzlicher Punkt ist, wenn die Patienten klingeln, wird sich unverzüglich darum gekümmert, dass sich jemand mit dem Patienten auseinander setzt. Alles andere hat dann für die Schwestern zu warten und in kürzester Zeit wird nachgeschaut, welches Bedürfnis der Patient äußert. Eine Schelle läutet hier ein paar Sekunden und nicht länger. Wieder ein Zeichen, dafür dass der Patient im Mittelpunkt steht.

Wieder zurück zu den Pharmazisten, denn diese checken auch die Medikamentation der Ärzte gegen. Sie haben einen besseren Überblick über Wechselwirkungen, wenn starke oder mehrere Medikamente verschrieben werden. Es wird als ein weiterer Punkt der Fehlervermeidung gesehen und nicht als Angriff auf die ärztlichen Fähigkeiten. Fällt etwas auf, so diskutieren Arzt und Pharmazeut die Situation zusammen. Dazu gibt es Computersysteme, welche einfache Schemata abgespeichert haben passend zu bestimmten Krankheitsbildern. Dadurch werden wieder mal Fehler reduziert, dadurch, dass man die Richtlinien direkt abfragen kann.

Generell werden viele Maßnahmen, wie das Scannen der Medikamente, der Vieraugencheck oder die Kontrolle durch die Pharmazisten unternommen um das Fehlerrisiko zu minimieren. Meine Ärztin erklärte mir, dass es ein großes Thema in Japan sei und natürlich auch wirtschaftliche Folgen nach sich ziehe, wenn Medikamente falsch gegeben oder verordnet werden. Ich habe mich gefragt, wie dies in Deutschland ist. Laut vieler unserer Medienberichte ist es ein genauso großes Thema bei uns in Deutschland, es interessiert sich nur keiner für und das Bewusstsein ist nicht da.

Also durch die technischen Vorsprünge, die in Deutschland erst nach und nach einziehen, haben Ärzte hier mehr Zeit sich um die Patienten und Recherche zu kümmern, sowie um die Ausbildung von Studenten.20160229_092208

Des Weiteren gehen die japanischen Ärzte und Schwestern hier davon aus, dass wenn man sich intensiv um die Patienten kümmert, man Ihnen ein gutes Gefühl gibt und setzt sie zu keiner Zeit unter Druck. Das führt dazu, dass es Ihnen schneller besser geht und der Handlungsprozess nicht durch psychisches Unwohlsein beeinträchtigt wird.20160301_10175820160302_123341